Barcodes sind sehr vielfältig und flexibel einsetzbar. In Hessen geht die Landesärztekammer den Weg die Fortbildung über Barcodes zu dokumentieren. Lesen Sie nachfolgend wie Barcodes den Fortbildungsnachweis vereinfacht, beschleunigt und digitalisiert haben.

Die einheitlichen Fortbildungsnummer (EFN) wird genutzt, dass Ärzte Ihre erworbenen Fortbildungspunkte dokumentieren können. Hintergrund ist, dass sich alle Ärztinnen und Ärzte fortbilden müssen. Dies ist in der ärztlichen Berufsordnung dokumentiert (z.B. in Hessen). Zudem sind Fachärztinnen und Fachärzte in vertragsärztlicher Niederlassung und im Krankenhaus zur Fortbildung verpflichtet. Man muss 250 Fortbildungspunkte binnen 5 Jahre nachweisen, um seinen akkreditierten Status zu behalten.

In der Regel erhalten alle Neumitglieder in der der Ärztekammer einen oder mehrere Din A4 Bögen mit Barcode Aufklebern. In vielen (Ärzte-)Kammern bekommt man auch einen Ärzteausweises in Scheckkartenforma, auf dessen Rückseite ebenfalls die EFN zu finden ist. Auf dem blauen (alten) Papierausweis findet man diesen Barcode noch nicht. Die verwendeten Barcodes ermöglichen eine eindeutige Zuordnung des Barcodes zu dem entsprechenden Mitglied. Die EFN wird lebenslang an die Ärztin oder den Arzt vergeben und wird auch bei Wechseln zwischen Ärztekammern behalten.

Der Prozess ist sehr einfach gehalten, da man einfach ein solches EFN-Barcode-Etikett beim Besuch einer Veranstaltung mitbringt. Der Veranstalter scannt den Barcode und meldet die Teilnahme mit Hilfe des Elektronischen Informationsverteilers (EIV) an die Ärztekammer. Zur Sicherheit muss auch eine Unterschrift auf der Teilnehmerliste erfolgen, um sicherzustellen, dass der Teilnehmer auch persönlich vor Ort war.

Somit sind die Daten zentral elektronisch verfügbar und alle Ärztinnen und Ärzte können den jeweiligen Punktestand zu jeder Zeit einsehen. Die EFN besteht aus 15 Ziffern und eine eindeutige Identifikation der Ärztin oder Arztes zulässt.

Der Barcode hat sich zwischenzeitlich auch weiterverbreitet und wird für weitere Dienste als eindeutige Identifikation der Ärztin oder des Arztes genutzt. Man kann sich damit in z.B. der Diagnosia App (u.a. Wechselwirkung von Medikamenten überprüfen), der FobiApp (die Fortbildungsapp deutscher Ärztekammern) oder in den diversen Portalen der Ärztekammern anmelden.

Die Barcode-Etiketten kann man sich über das Mitglieder-Portal der Landesärztekammer oder bei der zuständigen Bezirksärztekammer telefonisch oder schriftlich nachbestellen.

Die ersten beiden Ziffern der EFN zeigen die Berufsgruppe an (bei Ärzten die „80“). Die nächsten drei Stellen (Ziffer 3-5) stellen die Länderkennung nach ISO 3166 dar. Die folgenden 3 Zahlen (Ziffer 6-8) sind die Kennung der Einrichtung, die die Ärztin oder den Arzt initial anerkannt hat. Anschließend folgt eine 5-stellige laufende Nummer, welche den Arzt identifiziert (Ziffer 9-14). Die Ziffer 15 ist eine Prüfziffer basierend auf der Luhn-Formel.

Dies ist nur eines der vielen Einsatzmöglichkeiten von Barcodes, aber der Effekt bleibt der gleiche. Es werden durch den Einsatz eine schnelle, alltagstaugliche Lösung erstellt, die den Prozess beschleunigt und Zeit und Papier spart.

 

Weitere Informationen zu EFN Barcodes finden Sie hier:

https://www.laekh.de/fuer-aerztinnen-und-aerzte/fort-und-weiterbildung/fortbildung/zertifizierung-von-fortbildungsveranstaltungen

https://de.wikipedia.org/wiki/Continuing_Medical_Education#Nachweis_der_Fortbildung